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Craig Evans ist ein Clawhammer-Banjospieler, der sich zu seinem 60igsten Geburtstag ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht hat. Auf zwei langen Rundreisen durch die USA besuchte er mehr als 25 bekannte und weniger bekannte Open-Back-Banjobauer in ihrer Werkstatt und führe mit ihnen Interviews, welche er mit zwei Videokameras dokumentierte. So entstanden zwei spannende DVDs, prall gefüllt mit Fakten, Geschichten und banjophilosophischen Betrachtungen. Da ist z.B. Chuck Lee in seiner Werkstatt zu sehen, in welche er als pensionierter Klempner seine ganze Pensionskasse gesteckt hat oder Bill Rickard, welcher mit Hilfe von genialen selbst entwickelten Maschinen auch nach seinem schweren Motorradunfall trotz allem wieder tolle Banjos baut. Oder dann George Wunderlich, welcher mit Hilfe von uralten Bauplänen historische Banjos für Museen und Sammler originalgetreu nachbaut.

Das Echo der Clawhammer-Banjo-Community auf Craig Evans' Projekt war gross und mittlerweile sind sogar Smithsonian Folkways darauf aufmerksam geworden und haben die beiden DVDs (eine dritte ist geplant) in ihren Katalog aufgenommen. Auch die Huffington Post widmete Craigs Banjo-Builder-Interviews einen Artikel.

Etwas für Fans (auch zum Verschenken). Bestellt werden können die DVDs direkt auf Craigs Website www.northamericanbanjobuilders.com

 
 
Bluegrass-Banjo-Picker welche es einmal mit dem Clawhammer-Stil versuchen möchten, finden im Banjo-Newsletter (Ausgabe Dezember 2011) einen entsprechenden Artikel von Bob Flesher. Hier das dazugehörige Video.
 
 
Richie Stearns ist einer meiner Lieblingsbanjospieler, dessen Wurzeln tief in der amerikanischen Old-Time-Music liegen. Richie hat eigenen «modernen» und unverwechselbaren Clawhammer-Stil entwickelt, mit dem er in seinen verschiedenen Band-Projekten für Rhythmus und Drive sorgt. So auch in der Evil City String Band, welche sich selbst wie folgt beschreibt: «The Evil City String Band delivers a high octane mix of traditional and original tunes and song.»



 
 
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Das kostenlose online Magazin Ukulele Yes! bringt in seiner neusten Ausgabe einen interessanten Artikel zum Thema «Clawhammer Ukulele» mit zahlreichen Videos. Dazu gibt es Tabs zum Old-Time Klassiker «Soldiers Joy» für Ukulele sowie ein Interview mit Cathy Fink und Marthy Marxer

 
 
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Clawhammer-Picks in verschiedenen Variationen
Auf den ersten Blick scheinen Clawhammer-Picks ein Widerspruch in sich zu sein, werden doch beim Clawhammer-Banjo-Spiel im Unterschied zum Bluegrass-Banjo die Saiten gerade nicht mit Picks, sondern mit dem Fingernagel des Zeige- oder Mittelfingers der rechten Hand angeschlagen. Wenn aber dieser Fingernagel bricht — und das tut er nach Murphys-Law und meiner persönlichen Erfahrung am liebsten vor einer Jam oder einem Auftritt — dann können spezielle Clawhammer-Picks eine gute (Not-)Lösung sein. Hier meine gesammelten Erfahrungen mit verschiedenen Produkten:
  1. Alaska-Picks gibt es in Kunststoff- und Metallausführung für ca. $ 2.- das Stück. Montiert werden sie nach dem Motto «Over the finger, under the nail». Auch wenn es Clawhammer-Banjospieler geben soll, die darauf schwören, komme ich persönlich nicht so gut damit zurecht. Sie scheinen mir besser für Up-Picking geeigent zu sein. www.alaskapik.com
  2. Fred-Kelly-Freedom-Picks sind aus Kunststoff (zwei Varianten) gefertigt und kosten ca. $5 pro Stück. Sie umschliessen den Finger recht eng und haben deshalb einen sehr guten Halt. Diese Picks müssen mit Nagelclipper und Feile angepasst werden um optimale Resultate zu erzielen. www.fredkellypicks.com
  3. Die Banjo-Thimbles werden von Joel Hook in Handarbeit als Replika eines beliebten Clawhammer-Picks aus dem 19. Jahrhundert gefertigt ($13.- pro Stück). Für mich tönen diese Picks von allen Metall-Picks, die ich ausprobiert habe, am besten. www.thejoelhooks.com
  4. Perfect-Touch-Picks sind in Nickel oder Messing erhältlich bei einem Stückpreis von ca. $ 13.-. Spezielles Merkmal dieser Picks ist die «Metallzunge», welche das Pick an der Fingerkuppe festhält. Das Pick sitzt fest auf dem Finger und klingt gut, wenn auch — wen wundert's — etwas metallisch. Der Saitensprung in Schaffhausen führt diese Picks übrigens im Sortiment.  www.perfecttouchpicks.com
  5. Das Do-it-yourself-Pick aus einem Pingpongball muss sich in Sachen Klang nicht hinter den kommerziellen Picks verstecken. Eine Bauanleitung für dieses originelle und kostengünstige Pick findet man auf der Website von John Balch. www.johnbalchmusic.com
  6. Mit einer Zange, einem Nagel-Clipper und einer Feile lässt sich aus einem überall erhältlichen Dunlop-Kunstoffpick (ca. CHF 2.-) ein Clawhammer-Pick herstellen.
  7. Auch ein «normales» Banjo-Pick aus Metall lässt sich — natürlich umgekehrt getragen — als Clawhammer-Pick benutzen, wobei es sich empfiehlt das Pick mit Zange und Feile an den eigenen Finger anzupassen. Es gibt Clawhammer-Profis, die ausschliesslich damit spielen.
Fazit: Alle der oben vorgestellten Lösungen sind brauchbar um dem Clawhammer-Spieler durch «nagellose» Zeiten zu helfen. Die Picks fühlen sich alle etwas anders an und tönen z.T. recht unterschiedlich. Aus meiners Sicht kommt keines dieser Pick an den Sound des echten Fingernagels heran. Für welches man sich entscheidet ist deshalb letztlich Geschmackssache. Mein persönlicher Favorit ist das umgekehrt getragene braune Dunlop-Kunststoffpick. Zumindest das Preis-Leistungsverhältnis ist optimal und der Sound stimmt.

Wer hat Erfahrungen mit weiteren Alternativen gemacht? Vor dem Gang ins Nailstudio bin ich bislang zurückgeschreckt ;-)


 
 
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Die Lern-DVD «Unfortunate Puppy and Other Fine Tunes» von Hunter Robertson enthält interessante Clawhammer-Arrangement zu 10 klassischen Fiddle-Tunes. Die Videoqualität ist ausgezeichnet und umfasst pro Stück jeweils:
  • Eine full-speed Performance
  • Erläuterungen zum Arrangement
  • Das ganze Stück in halber Geschwindigkeit
  • Das ganze Stück mit ca. 75% Geschwindigkeit
Zudem gibt es eine umfassende Einführung in die verschiedenen Elemente des Clawhammer-Spiels (Hammering-on, Pull-off, Slide, etc.) und als Bonus ein paar Videoclips zu 2- und 3-Finger-Anschlagstechniken.

Hunter Robertson wohnt übrigens seit 2011 in der Schweiz in der Nähe von Genf. Mehr dazu unter «Swiss Clawhammer Player»

Anstelle der DVD lässt sich dieses Lehrwerk auch direkt digital herunterladen (Mel Bay - On Demand). iPhone und iPad Besitzer/innen können diese Videos mit der MODmobile-App auf ihr portables Gerät übertragen und haben so ihr Lernmaterial immer mit dabei.

Tipp: Banjo-Hangout-Players-Union-Mitglieder können diese DVD bzw. die Downloads mit 20% Ermässigung beziehen. (So kostete der Dowload weniger als CHF 20.-)

Das nachfolgende Youtube-Video vermittelt einen guten Eindruck über die «Unfortunate Puppy»-DVD.
 
 
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An öffentlichen Old-Time und Bluegrass Jams wird oft ein Tempo angeschlagen, bei welchem man als Anfänger ganz schön ins Schwitzen kommt.
Hätte man doch nur schon vor der Jam den Song bereits einmal zusammen mit andern üben können, dann hätte man rasch gemerkt, an welchen Stellen es noch nicht rund läuft.

Die Old-Time Jam Machine hilft dem angehenden Old-Time-Player (Banjo, Fiddle, Guitar) auf dem Weg zur «Jam-Tauglichkeit»:
  • Playbacks zu über 50 Old-Time Jam-Favourites
  • Langsame Gitarrenbegleitungen
  • Full-Speed Begleitungen in verschiedenen Varianten (nur Gitarre, Gitarre+Fiddle, Gitarre+Banjo, Banjo+Fiddle) 
  • Akkord-Tabellen
Online ist die Jam Machine  kostenlos. Wer die Songs herunterladen möchte, zahlt für eine «lifetime membership» gerade einmal $25 und bekommt damit erst noch die Tabulaturen für 20 Songs dazu.


 
 
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Das Internet ist eine riesige Fundgrube für kostenlose Banjo-Tabulaturen, so z.B. hier im Tab-Archiv des Banjo-Hangouts. Viele dieser Tabulatur-Dateien tragen die Endung .tef. Dieses TEF-Format wurden mit der kostenpflichtigen Software TableEdit erstellt.

Um .tef-Dokumente auf dem Computer anzuzeigen benötigt man den kostenlosen TEFviewer. Diesen gibt es für Mac und Windows und ganz neu auch für iPad, iPhone und iPod-Touch. So hat man seine ganze Tab-Sammlung immer in der Hosentasche mit dabei. Sehr praktisch!

 
 
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_Wo findet man als Clawhammerbanjo-Spieler/in Gleichgesinnte um zusammen Musik zu machen? Im stillen Kämmerchen zu üben ist wichtig, aber auf die Dauer auch etwas eintönig. Jam-Sessions oder «Stubeten» bieten die Möglichkeit zusammen zu musizieren, neue Songs und Leute kennenzulernen und hin und wieder festzustellen, dass das was zu Hause doch so gut tönt, doch noch nicht ganz tauglich für die Öffentlichkeit ist ;-)

An den folgenden drei Jams wurde ich als Anfänger mit meinem Clawhammer-Banjo sehr freundlich aufgenommen:
  • American Folk Club Rocking Chair (www.rockingchair.ch)
    Immer am 2. Freitag des Monats in Bachenbülach (ab April 2012 in Bülach)
    Diese Jam wird seit vielen Jahren von der Hausband "Big STONE" organisiert. Mit bis zu 20 Musiker/innen und ca 50 Zuhörer/innen ist dies die grösste Jam, die ich bisher besucht habe. Gleichzeitig ist es auch die einzige Old-Time-Jam und damit für Clawhammer-Spieler/innen besonders attraktiv.

  • SBMA Blugrass-Treff (www.bluegrass.ch)
    Immer am 1. Donnerstag des Monats im Picadilly in Brugg
    Dies ist der offizielle Bluegrass-Treff der Swiss Bluegrass Music Association. Den ersten Teil des Abends bildet meistens ein Referat zu einer Band, einem Festival, einer Musikrichtung etc. anschliessend wird gejamt. Für Einsteiger/innen ideal ist die Slowjam unter der Leitung von Rudolph Happle: Im kleinen Kreis und ohne Zuschauer werden hier jeweils drei Songs aus dem  «SBMA Bluegrass Songbook for Jamming» eingeübt. Anschliessend können weitere Songs gewünscht werden. Als Clawhammer-Banjo-Spieler gehört man hier zwar eher zu den Exoten, ist aber - so meine Erfahrung - herzlich willkommen.

  • Bluegrass Jam Session Fehraltdorf (www.bluegrass.ch)
    Immer am letzten Donnerstag des Monats im Restaurant Flugplatz Speck, Fehraltdorf
    Eine zur Zeit eher kleine Jam mit netten Leuten und Publikum. Neben Bluegrass-Klassikern und Old-Time-Tunes darf es hier auch mal ein Swiss-Old-Time-Song o.ä. sein. Ohne GPS oder Karte ist das Restaurant für Ortunkundige bei Nacht eher schwierig zu finden. 
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_Zwei Fragen
  1. Wer kennt weitere Jams, die auch für Clawhammer-Banjospieler/innen in Frage kommen? Hinweise sind sehr erwünscht - am besten über die Kommentarfunktion unten an diesem Beitrag.
  2. Wer hätte Lust einen neuen Old-Time-Jam am linken Zürichseeufer oder im näheren Umkreis ins Leben zu rufen?
    Bitte meldet euch über das Kontaktformular.

 
 
Auch im Zeitalter von Youtubevideos und online Tab-Sammlungen hat ein gutes Lehrbuch (am besten mit CD) immer noch seine Berechtigung. Die folgenden beiden Bücher kann ich allen Anfängern/innen mit gutem Gewissen empfehlen.

Clawhammer Style Banjo von Ken Perlman
Das knapp zweihundertseitige Lehrbuch, zu dem auch eine DVD mit allen Songs erhältlich ist, beginnt wirklich ganz am Anfang und zeigt dem angehenden Clawhammer-Spieler erst einmal wie man das Banjo richtig hält, die Hände positioniert, Tabulaturen liest etc.  Über einfache Übungen gelangt man dann schnell zu ersten Songs und Tunes. Mir gefällt hier vor allem der sorgfältige Aufbau. Mit jedem Song gibt es eine neue Technik zu lernen und trotzdem fühlt man sich als Anfänger/in nicht überfordert.
Online bestellen: Clawhammer Style Banjo

Clawhammerbanjo From Scratch von Dan Levenson
Auch dieses Buch beginnt ganz von vorn, unterscheidet sich im Aufbau jedoch erheblich von Ken Perlmans Buch. Als Grundlage für den Einstieg ins Clawhammer-Banjo-Spiel dienen hier 12 bekannte Fiddle-Tunes, allesamt in der Double-C-Stimmung (gCGCD), welche neben der Standard G-Stimmung (gDGBD) die wohl am häufigsten verwendete Old-Time-Stimmung ist. Dan Levenson präsentiert jeden der 12 Tunes in drei Versionen von einfach, bis «schon fast wie richtig». Die beiden beiliegenden CDs enthalten alle Übungen und alle Tunes in allen Versionen. Wer's noch deutlicher haben möchte kann zusätzlich eine DVD erwerben. 
Die beiden Bücher ergänzen sich gut und können den Grundstock zu einer Clawhammer-Banjo-Bibliothek bilden.
Ich freue mich über weitere Buchempfehlungen (oder auch «Finger weg»-Tipps in Form von Kommentaren.